Donnerstag, 24. Februar 2011

Kiruna-Special Teil 2

Hallo liebe Blog-Leser und natürlich auch Leserinnen,

zwischen den ganzen (notenrelevanten) Übungszetteln, Berichten und Vorträgen habe ich momentan nicht viel Zeit für andere Dinge, nehme mir sie aber jetzt einfach trotzdem, um den zweiten Teil meines Kiruna-Specials zu posten.

Nachdem die Polarlichter immer schwächer wurden und schließlich gänzlich verschwunden sind, haben wir uns mit Tee oder Spirituosen aufgewärmt und den späten Abend ausklingen lassen.


Am nächsten Tag ging es weiter in die Berge, zur Abisko Research Station, wo wir eine sehr gute und spannende Vorlesung eines Biologen zum Thema "climate’s impact on the Arctic environment" gehört haben. Dieses kleine Dorf liegt mitten im Nichts, nahe der Norwegischen Grenze:

die lecture hall

auf diesem Berg befindet sich die "Aurora Sky Station"

die Wetterstation



Anschließend gab es?....richtig, eine Fika im tourist centrum. Auf dem Weg dorthin habe ich meine ersten Rentiere gesehen:


Dort habe ich mit der Panoramafunktion meiner Kamera versucht, ein Bild von dem hinter der Stadt liegenden See zu machen. Zusammengefügt sind sie mit einem Programm, was bei meiner Kamera dabei war, ein paar Klicks und fertig ;-) (okay, nicht perfekt, aber dennoch beeindruckend):



Nach der Mittagspause haben wir dann einen Vortrag über Lavinen gehört. Dabei ging es um die Entstehung, Vermeidung, aber auch das bewusste Auslösen von Lavinen oder die Rettung von Lavinenopfern. Dabei wurde auch ein Bild von Rettungshunden bei der Arbeit gezeigt...cute =)

Gestärkt und gut auf die Schneemassen des Berges vorbereitet sind wir dann also zum Sessellift (!!!) gelaufen, der uns "sicher" hoch zur Aurora Sky Station transportiert hat:

da ist die Station
auf dem Weg zum Lift
der Sessellift....EIN Seil, dh jedes Mal, wenn jemand einsteigt, wird er angehalten....
...und man wippt schön auf und ab, ich hatte meinen Spaß :D
oben angekommen, im Hintergrund sieht man Abikso und einen Teil des Sees


Die Toiletten, viel Spaß beim graben :D
Oben angekommen haben wir uns erstmal von der Fahrt aufwärmen müssen, aber zum Glück gab es ...ja...eine Fika, mit richtig leckerem Kuchen:



Dann bin ich rauß auf die Außenterrasse um weitere Panorama-Bilder aufzunehmen:



Nachdem wir wieder einergmaßen aufgetaut waren, hat uns Sandra, die Touristen-Führerin dort oben, einen craaaaazyyyyyyy Vortrag über die Auroas in Abisko gehalten und uns etwas Zeit zum "Erkunden" der Umgebung oder für einen weiteren Kaffee gegeben. Was mache ich? Na klar, ab durch den Tiefschnee rauf auf die Spitze des Berges.... okay, zuerst habe ich ein Paar Fotos vor der Station geschossen:


Jep, TIEFschnee....wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich jetzt auch, warum ich letzte Woche krank war :D

20 Minuten später und gefühlte 500 m höher:

hrrrrr, wir haben den Berg bestiegen, wir sind unbesiegbar!!! muhahaha

Die Aussicht dort oben war absolut überwältigend. Der Übergang von der untergehenden Sonne und dem relativ hellen Himmel auf der einen Seite bis zu dem immer dunkeler werdenden Horizont auf der anderen Seite...der Wahnsinn. Dazu der Blick auf die Schneelandschaft...und auf die fehlende Zivilisation. Ich habe versucht, diesen Ausblick als Panorama-Bild festzuhalten:


Leider war es erst 16:15Uhr, somit konnten wir noch keine Polarlichter sehen, denn hier ist eigentlich der beste Ort, um dieses Schauspiel zu bewundern. Crazy-Sandra hat erzählt, dass sie sogar manchmal so hell sind, dass man hier oben auf dem Berg ohne Probleme ein Buch lesen kann...

Verständlich, dass wir später am Abend in Kiruna voller Erwartungen auf die Auroras gewartet haben....und wir sollten nicht entäuscht werden. Wir saßen zusammen im Gemeinschaftsraum, es war etwa halb 10, also noch etwas zu früh für die Lichter. Umso mehr wurden wir von unseren Aurora-Späher (die draußen stationiert waren) überrascht, als diese in den Raum stürmten und uns praktisch aufgescheucht haben, schnell nach draußen zu kommen...und da waren sie:


Im Vergleich zu letzter Nacht definitiv intensiver, schöner, größer, ..der Wahnsinn. Aber leider werden die Lichter in der Umgebung erst um 10 ausgeschaltet. Aber zum Glück blieben die Polarlichter über eine Stunde lang :)



Das Problem war meine Belichtungszeit von 60 Sekunden, denn die Lichter wanderten über den Himmel, verschwanden immer wieder, tauchten hier und da wieder auf. Jedes mal, wenn ich meine Kamera gerade auf eine Stelle ausgerichtet habe und das Foto machen wollte, haben sie ihre Position verändert, als ob sie mich ärgern wollten, die kleinen Biester. 



Letztlich hat Matthias, Physikstudent aus Potsdam, aber gute Einstellungen für seine sehr Lichtempfindliche Kamera gefunden... enjoy ;-)





mein Favorit. Man erkennt es vielleicht etwas, rechts bei dem "Vorhang" das waren "tänzelnde" Lichter, die über den Himmel wanderten...wunderschön!






Wunderschön, nicht?

Am nächsten Tag haben wir im Schnee gegraben, am darauffolgenden Tag das Eishotel besucht, aber dazu mehr am Wochenende. Jetzt muss ich mich wieder an die Arbeit machen.
Darum lasse ich die Bilder noch etwas auf euch wirken, wünsche euch alles Gute aus Schweden
und ob ihr es glaubt oder nicht: ich vermisse euch!!!!

Hej da!
Sandro

1 Kommentar:

  1. Sei unbesorgt, du verpasst hier nichts. Es ist alles beim alten. Lernen,Klausuren,wenig spannende Vorlesungen...

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